Gewaltprävention

Wirksam gegen Gewalt

Gewalt verschärft Armut, zerstört Gemeinschaften und den sozialen Zusammenhalt. Sie führt zu Traumatisierung der Bevölkerung und verhindert Entwicklung. In den Projektländern ist Gewalt eines der zentralen gesellschaftlichen Probleme. Dem Engagement gegen Jugendgewalt und Gewalt gegen Frauen und Mädchen widmet sich terre des hommes schweiz im Besonderen.
Ein Jugendlicher läuft auf drei Holzstangen, die von anderen sechs Jugendlichen gehalten werden.
Mit gemeinsamen Aktionen stärken die Jugendlichen das Gefühl zusammen zu gehören und nicht gegeneinander zu sein. - © terre des hommes schweiz

Neben Präventionsarbeit und Opferberatung im Bereich häusliche und sexuelle Gewalt setzen sich die Partnerorganisationen von terre des hommes schweiz im südlichen Afrika vor allem auch mit der Problematik der Kinderehen auseinander – eine Verletzung der fundamentalen Rechte junger Mädchen, die in Moçambique und Tansania immer noch weit verbreitet ist.

Mauer des Schweigens durchbrechen
In den Programmländern Südafrika, Moçambique, Tansania und Nicaragua hat terre des hommes schweiz die Erfahrung gemacht, dass Gewalt an Frauen und Mädchen besonders effektiv bekämpft werden kann, wenn sich die ganze Dorfgemeinschaft engagiert. Wenn Nachbarn, lokale Autoritäten oder religiöse Führer Verantwortung übernehmen und sich einmischen, wird die Mauer des Schweigens langfristig durchbrochen. Gerade dort, wo staatliche Strukturen und Anlaufstellen fehlen, müssen die Veränderungen von unten angestossen werden. So konnten religiöse Führer in Moçambique davon überzeugt werden, sich gegen Kinderheirat auszusprechen und diese dauerhaft abzulehnen. Damit ist sehr viel erreicht.

Frauen an einer Kundgebung mit orange T-Shirts.
Eine öffentliche Kundgebung gegen die Gewalt an Frauen und die Straflosigkeit. - © terre des hommes schweiz

In Jugendgruppen eine Alternative zu Gewalt erleben
In den Programmländern Kolumbien, Brasilien und El Salvador unterstützt terre des hommes schweiz Projekte, in denen sich junge Leute für friedliches Zusammenleben einsetzen. Jugendliche schaffen es mit kreativen Aktionen und Gemeinschaftsprojekten die Spirale von Angst und gegenseitigem Misstrauen in Quartieren zu durchbrechen, die von Gewalt betroffen sind. In Jugendgruppen erleben sie, dass es Alternativen zu kriminellen Jugendbanden gibt. Ihre Initiativen zeigen: Es braucht wenig, um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen. Denn der Wille zur Veränderung ist gross.

In der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat die Bekämpfung von Gewalt einen hohen Stellenwert. Mehrere der UNO-Ziele fordern die internationale Gemeinschaft zu koordinierten Massnahmen zur Eindämmung der globalen Bürde der Gewalt. Die Arbeit von terre des hommes schweiz bezieht sich im Bereich Gewaltprävention auf die Ziele 5.2, 5.3 und 16. Die Ziele werden auf der jeweiligen Themenseite vorgestellt (siehe Inhaltsverzeichnis oben).

Themenverantwortliche

Andrea Zellhuber
Entwicklungspolitik und Themenverantwortliche Gewaltprävention
061 335 91 52 | Andrea.Zellhuber(a)terredeshommes.ch
Andrea ZellhuberEntwicklungspolitik und Themenverantwortliche Gewaltprävention

061 335 91 52 | Andrea.Zellhuber(a)terredeshommes.ch