Entwicklungszusammenarbeit

Unser Verständnis von sinnvoller Entwicklungszusammenarbeit

Die globalen Herausforderungen sind gross. terre des hommes schweiz stellt sich dieser globalen Verantwortung und unterstützt deswegen sowohl lokale Initiativen im globalen Süden, als auch entwicklungspolitische Anliegen in der Schweiz. In einer globalisierten Welt hängen die zentralen Ursachen von Armut und Gewalt eng zusammen mit unserem Handeln hier. terre des hommes schweiz steht für nachhaltige Entwicklung auf Basis von Partnerschaft und Verantwortung.

Zwei junge Frauen sitzen nebeneinander
Zwei junge Frauen lernen in einem Kurs unserer Partnerorganisation ASPTA wie sie zukünftig ihre Jungpflanzen behandeln müssen.

Unter Entwicklungszusammenarbeit werden viele verschiedene Herangehensweisen zusammengefasst. Für terre des hommes schweiz stehen menschenrechtliche Ansätze und die partizipative Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft im Zentrum. Kernpunkt ist die partnerschaftliche Kooperation mit lokalen Organisationen in den Programmländern. Im Gegensatz zu anderen Organisationen exportiert terre des hommes schweiz keine Hilfsgüter oder vorgefertigte Lösungen, sondern fördert lokale Strukturen und Initiativen vor Ort mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Partnerschaft.

Eigene Lösungen entwickeln
Die unterstützten Partnerorganisationen sind keine blossen Hilfsempfänger, sondern kompetente Akteure, die im Kampf für bessere Lebensbedingungen selbst Lösungen entwickeln und sich für ihre Rechte einsetzen. Sie geben benachteiligten Jugendlichen Werkzeuge an die Hand, aus eigener Kraft Entwicklung zu gestalten. Hilfe zur Selbsthilfe ist der Beitrag von terre des hommes schweiz zu einem nachhaltigen sozialen Wandel.

Breitenwirkung durch Vernetzung
Die Unterstützung von Projekten ist aber kein Allerheilmittel. Bei den umfassenden sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen in den Programmländern hat die eigentliche Projektförderung eine begrenzte Reichweite. Deshalb unterstützen die Koordinationsbüros in den Ländern die Vernetzung und den Austausch der Partnerorganisationen untereinander. Ziel ist es, sie als aktive Akteure der Gesellschaft zu fördern. Starke Basisorganisationen nehmen politischen Einfluss in ihren Ländern. Vernetzt mit anderen üben sie eine “Watchdogs”-Rolle als kritisches Gegenüber von Politik aus und setzen sich für die Rechte und Anliegen benachteiligter Gruppen ein. So erzielen sie eine grosse Breitenwirkung.

Was hat das mit uns hier in der Schweiz zu tun?
Armut und Gewalt fallen nicht vom Himmel. Sie haben ihre Ursachen in globalen Ausbeutungs- und Machtverhältnissen. Die wirtschaftliche und soziale Lage der Entwicklungsländer ist massgeblich vom internationalen Umfeld geprägt. Der Lebensstil, das Konsumverhalten und politische Entscheidungen im Norden haben direkte Auswirkungen auf die Länder des globalen Südens. Zusammen mit anderen NGOs setzt sich terre des hommes schweiz in der Schweiz dafür ein, dass Entscheidungen hierzulande die Entwicklung der ärmeren Länder nicht zusätzlich behindern. Dieses Engagement soll dafür sorgen, dass die Ziele der Entwicklungspolitik und anderer Interessen der Schweizer Aussen- und Wirtschaftspolitik besser aufeinander abgestimmt werden.

Wichtige Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz
Mit Kampagnen, in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Organisationen und mit dem entwicklungspolitischen Netzwerk Alliance Sud, zeiget terre des hommes schweiz Missstände auf. Durch das Aufdecken von globalen Zusammenhängen wird deutlich wie die Bürgerinnen und Bürger, die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger konkret zu einer gerechteren Welt beitragen können. terre des hommes schweiz macht mit der eigenen Öffentlichkeitsarbeit die Gründe von Armut und Ungleichheit in der Welt sichtbar. Sie informiert über vergessene Konflikte, unterdrückte Interessen und ausgeblendete Abhängigkeiten.