Proteste gegen frauenfeindliches Gesetz in Moçambique

Die Demonstrierenden werden von mit Schildern und Helmen ausgerüsteten Sicherheitskräften am Weitergehen gehindert.

Die strafrechtliche Verfolgung von Gewalt gegen Frauen ist in Moçambique immer noch eine grosse Herausforderung, mit der die Partnerorganisationen von terre des hommes schweiz zu kämpfen haben. Ein gutes Beispiel dafür ist das kürzlich „überarbeitete“ Strafgesetzbuch von Moçambique.

Am 20.März riefen mosambikanische NGOs zu einer Demonstration gegen die Verabschiedung der Änderungen des Strafgesetzbuches auf. Das Gesetz stammt noch aus dem 19. Jahrhundert. Teile davon sind kürzlich überarbeitet worden. Nicht überarbeitet wurden aber diejenigen Paragraphen, die sich auf die Bestrafung von Vergewaltigungen beziehen.
Vergewaltigung als Vorspiel zur Ehe?
Das Strafgesetzbuch beinhaltet einen Artikel, der die Entlastung eines Vergewaltigers vorsieht, wenn der Täter das Opfer heiratet und sich während fünf Jahren nicht scheiden lässt. Eine der 400 Demonstrantinnen und Demonstranten brachte es so auf den Punkt: „Dieses Gesetz ist verfassungswidrig, es ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte und der Rechte der Frauen.“
Der Einsatz für eine effektive strafrechtliche Verfolgung von Gewalt gegen Frauen bleibt eine wichtige Herausforderung in den Projekten von terre des hommes schweiz in Moçambique.

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